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		<title>Angst und Schrecken auf einem Miniaturfestival</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 13:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

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		<description><![CDATA[(Aus einem ungenannten Magazin herauszensiert). Den Fuß voll im zweiten Gang rutschen wir Freitag den 3. Siebten. durch den Kreisverkehr zum Gelände der Sturm-Gruppe, Tom Jones in den Boxen und eine fadenscheinige Presseakkredetierung im sehr beschränkt gehaltenen Gepäck. Das Papstdach des Centro Benedetto kommt in Sicht und ich drehe den Lautstärkeregler auf links, um den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=389&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4960417188_f79408b1cc_z1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-395" title="4960417188_f79408b1cc_z" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4960417188_f79408b1cc_z1.jpg?w=450&#038;h=180" alt="" width="450" height="180" /></a></p>
<p><span style="text-decoration:line-through;"><em>(Aus einem ungenannten Magazin herauszensiert)</em></span>. Den Fuß voll im zweiten Gang rutschen wir Freitag den 3. Siebten. durch den Kreisverkehr zum Gelände der Sturm-Gruppe, Tom Jones in den Boxen und eine fadenscheinige Presseakkredetierung im sehr beschränkt gehaltenen Gepäck. Das Papstdach des Centro Benedetto kommt in Sicht und ich drehe den Lautstärkeregler auf links, um den durcheinandergeschmissenen Goa- und Drum&#8217;n'Bass-Tönen zu lauschen. Versehentlich benutze ich dazu die Augen und verfehle die Stoßstange meines Vordermanns nur um Zentimeter. R. lacht vom Beifahrersitz und zitiert den vielleicht berühmtesten Anwalt der Welt: &#8222;Bist du bereit mit einem fürchterlichen Rausch unter falschem Namen in einem Festival einzuchecken mit der Absicht einen schweren Betrug auszuüben?&#8220;. Was den Betrug angeht, war der Satz wohl gelogen, es sei denn, wir wollten uns selbst um unsere Gehirnzellen betrügen, aber ich war durchaus bereit. Vor uns biegen die Autos in das Campinggelände ein, aber wir lassen uns in einer der betonierten Parkplätze schlittern und ich quittiere den Dienst am Lenkrad mit dem leisen Verdacht, ich könnte hier abgeschleppt werden. Am Schalter gegenüber weiß natürlich niemand wer wir sind. Auf meinem Führerschein steht nicht Wilhelm Skrjabin und Telefonate werden geführt. Wir sind nicht sicher ob wir überhaupt das Bare haben, um den Eintritt zu bezahlen &#8211; aber genug Alkohol um später vollgetankt die Umzäunung umzuwalzen. Meine Nummer steht in ihren Unterlagen, sie rufen da und mein Handy fängt an zu klingeln, das reicht ihnen dann und wir bekommen ein weiteres Papierfestivalband umgeschnallt.</p>
<p><span id="more-389"></span></p>
<p>Das Campingelände stellt sich als wirklich sehr klein heraus und wir fragen uns, ob wir nicht zu große Geschütze aufgefahren haben für dieses friedliche, grillplatzartige Zusammensein. In unseren Taschen ist genug Pepp und Gras und Tablettendosen um einen ausgewachsenen Braunbären entweder einzuschläfern oder zum Trapezkünstler werden zu lassen. Festivalmenschen aller Geschmacksrichtungen kommen an uns vorbei: Vollblutrastafaris, MarkenklamottenDJs und Lederjackenboys. Inmitten dieses kulturellen Schmelztiegels rauchen wir uns erstmal einen in den Schädel, nachdem wir ein paar Bekannte treffen. Noch ein paar Biere hinterher und der Himmel sieht schon heller aus. Nachdem wir unseren Kontaktmann getroffen haben schnallen wir uns die Kameras um und schmeißen mit Flyern.</p>
<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4959819505_0b26d143a51.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-396" title="4959819505_0b26d143a5" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4959819505_0b26d143a51.jpg?w=450&#038;h=205" alt="" width="450" height="205" /></a></p>
<p>Fast zehn Stunden später rauscht mein Beifahrer R. an mir vorbei. Inmitten der Lichter war der DJ hinter seinem Pult hervor gekommen, um ihn durch den Raum zu schleudern. Randvoll mit Dosenbier hatte R. an den Schaltern und Knöpfen herumgedrückt, sogar in die Platte gegriffen, bis ihm der Kragen geplatzt war. Die Sonnenbrille trotz frühen Morgenstunden noch auf der Nase fällt er auf den Rücken, nur um sich aufhelfen zu lassen und weiterzutanzen. Von dem einzelnen, trostlosen Flashlight im Raum und dem Nebel genervt wackle ich mir den Weg aus dem &#8222;Liquid Clubbing&#8220;-Zelt frei. Nachtluft schlägt auf meine Lunge und über das, was hinter mir noch alles im Suff geschehen wird schmunzelnd versuche ich zu rekapitulieren und sehe mich selbst mit Sonnenhut und Teashades durch Minivegas laufen. War ich wirklich hier, um Fotos zu machen, Interviews, um irgend eine Art von Berichterstattung zu bringen? Oder irrte ich nur umher, gefangen in einem seltsamen durch Schlafentzug psychedelisch gewordenen Upper- und Downerrausch? Die Kamera hatten wir längst liegen gelassen, in der weisen Voraussicht unserer späteren Unzurechnungsfähigkeit. Die mager besuchten Livekonzerte unter dem Dach von Papst Ratzinger tagsüber wurden durch die rasante russische und jiddische Volksmusik des Nachts wettegemacht. Bei &#8222;Schmitts Katze&#8220;, hochgradig tanzbarer Kletzmermusik sich die Beine warmzuwippen, um sie schließlich im mit Netzen behangenen Drum&#8217;n'Bass-Zelt vollständig zu entfesseln war eklatanter Sport gewesen. Ich setze ein Bein vors andere und komme an den Metalltonnen in der Mitte des Festivalgeländes vorbei, die ein bei den nicht mehr allzu genügsamen Witterungsverhältnissen zwischendurch ein willkommenes Feuer boten. Nichts für mich, ich habe sowieso kein Temperaturempfinden mehr &#8211; steuere auf die Treppen zum Bühnenaufbau zu. Durch die Menge und übergebe mich in einer Ecke. Lustiger Gedanke, sich unter dem selben Dach ausgekotzt zu haben unter dem der Papst schon zu zigtausend Leuten gesprochen hat. &#8222;Lokomotive Blokschoij&#8220; lutscht an ihren Blasinstrumenten rum. Klingt gut. Schmeckt wahrscheinlich auch gut. Die &#8222;intelligente Hiphopformation Der Jungbrunn&#8220; habe ich mit Absicht verpasst.</p>
<p>Wohin uns dieser Kurztrip aber tatsächlich führt, ist mir nicht klar. Die allerunterschiedlichsten Szenen treffen sich an dieser Gabel, dieser Kreuzung, Cross Roots. Aber nirgendwo scheinen wir so wirklich reinzupassen. Vielleicht gibt es bis auf das Gedudel der Rootsreggae-Stände, voll mit Jamacaifarben, keine Musik hier, die wir nicht feiern würden &#8211; andererseits sehne ich mich angesichts der Gesichtslosigkeit der Besucher und Musiker und Veranstaltungen nach Brahms und Sinatra und aggressivem Untergrundrap. Scheiß drauf, die anderen aufgabeln und weitermachen, dahin wo sich die Welle am höchsten bricht, wo die Leute noch wach sind. Die Nase pudern, frisches Makeup und eine Zigarette. Natürlich will mir keiner eine geben, dafür bin ich mittlerweile wohl selbst für diese buntgemischte Bande zu spleenig. &#8222;This Song is so very far from wrong&#8220; schallert mir durchs Hirn, obwohl es natürlich nirgendwo läuft. &#8222;Jingle Jangle Jingle&#8230;&#8220; &#8230;</p>
<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4960405610_41b90e16d71.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-397" title="4960405610_41b90e16d7" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/09/4960405610_41b90e16d71.jpg?w=450&#038;h=178" alt="" width="450" height="178" /></a></p>
<p>Ich wache auf dem Rücksitz meines Wagens auf, R. lehnt vor mir auf dem Schaltknüppel und würgt leicht im Schlaf. Kippenrauch und Kondenswasser blockiert die Sicht nach Draußen. Ich breche mit dem Kopf durch die Tür und die Sonne brennt mir die Augen wund. Wie spät es wohl ist? Ich erinnere mich wage daran, dass uns in den frühen Morgenstunden ein paar schlechtkostümierte Typen verfolgt hatten, aber nicht warum. Ein Gang ums Auto zeigt mir, dass ich jedenfalls nicht gefahren bin, sonst wäre zweifellos irgendwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Einsteigen, R. aufwecken. Wir sollten hier verschwinden. Vielleicht hatte er ja doch nicht gelogen, was den schweren Betrug anging. Das kann keiner so genau wissen. Sonnenbrille ins Gesicht, Fenster runter und mit etwas quietschenden Reifen raussetzen. An den Frühaufstehern vorbeirasen. Leise Paranoia beschleicht uns. Mercedesscheinwerfer, Pseudoblaulichter.</p>
<p>Kohlenhydrate, Kalorien sind unbedingt nötig. Vollgas im Vierten die Straße runter zum zweitgrößten Imbissrestaurant der Welt. Natürlich sind unsere Gutscheine längst abgelaufen. Frühstück für Gottes Prototypen: Ein Viertelpfünder, ein schnelles Bier und drei Zigaretten. Wir entdecken langsam das Ausmaß unserer Blessuren. Blaue, gelbe Flecken und kaputte Ellbogen. Nach einer Dusche und ein paar Metern Verband ist alles beim Alten. Etwas später Zuhause erweist sich das als nicht ganz richtig: Eine ganze Menge Schlaf fehlt.</p>
<p>Kaum eine handvoll Schlaf und ein paar Liter Wasser später stehen wir wieder am Eingang des Festivals. Was erwartet uns hier? Räudige Schläger, die es uns von Gestern heimzahlen wollen? Zusammengeschlagene, mit Polizei im Schlepptau? Kampfhunde? Ich spreche das laut aus und wir müssen beide verkatert und abgedreht lachen. Das Bumsen der Zeltboxen nur gedämpft wahrnehmend stellen wir nach und nach fest: Garnichts erwartet uns. Enttäuscht von dem vermeintlichen Höhepunkt unseres Exzesses schlendern wir durch die mittlerweile frierende Meute. Machen ein paar Fotos, in der Hoffnung wir würden unsere Arbeit von Gestern aufholen. Aber schnell ist klar: Hier gibt es nichts mehr zu holen. Wir sehen noch &#8222;Boggin Leprechaun&#8220;, schlürfen unseren Kater mit Scotch und Wasser runter und kehren dem Cross Roots schließlich den Rücken. In der selben Nacht sollten wir tatsächlich noch mit den Männern in Grün zu tun bekommen, aber längst nicht mehr wegen des Festivals. &#8222;Vergiss es. War nur ein Witz &#8211; ich lieg grade am Pool &#8211; am Pool vom Flamingo. So ein Zwerg hat mir ein tragbares Telefon aus dem Casino gebracht. Ja, ich hab hier totalen Kredit. Komm bloß nicht in die Nähe von dem Schuppen.&#8220;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/389/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=389&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Unterwegs in Sachen Film</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 00:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[passiert]]></category>

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		<description><![CDATA[In nächster Zeit führe ich meine Kino- und Filmkolumne auf avarty.com fort.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=381&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In nächster Zeit führe ich meine Kino- und Filmkolumne auf avarty.com fort.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.avarty.com"><img class="aligncenter size-full wp-image-382" title="avarty" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/08/avarty.png?w=450&#038;h=55" alt="" width="450" height="55" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/381/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/381/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=381&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Inception</title>
		<link>http://sneakerpimps.wordpress.com/2010/07/29/inception/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 01:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade dem Kinosaal entschlüpft möchte man bei Christopher Nolans bombastischem neuen Machwerk vielleicht kurz denken, man ließe sich von der überraschend gekonnten Symbiose von Philosophie, Durchhaltevermögen, Beobachtungsgenauigkeit (die wichtigsten Tugenden eines offenen, ungekünstelten und guten Filmes) und purer Blockbustergewalt sowie Massentauglichkeit täuschen und sei nur wegen der ungewohnten Tatsache, dass eben das in &#8222;Inception&#8220; so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=375&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/07/inception-poster.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-376" title="Inception" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/07/inception-poster.jpg?w=450&#038;h=126" alt="" width="450" height="126" /></a></p>
<p>Gerade dem Kinosaal entschlüpft möchte man bei Christopher Nolans bombastischem neuen Machwerk vielleicht kurz denken, man ließe sich von der überraschend gekonnten Symbiose von Philosophie, Durchhaltevermögen, Beobachtungsgenauigkeit (die wichtigsten Tugenden eines offenen, ungekünstelten und guten Filmes) und purer Blockbustergewalt sowie Massentauglichkeit täuschen und sei nur wegen der ungewohnten Tatsache, dass eben das in &#8222;Inception&#8220; so gut funktioniert davon überzeugt, man hätte gerade ein Meisterwerk gesehen. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, kann man nicht anders als Nolan schlicht Respekt für das zu Zollen, was wohl den gesamten Kinosommer überstrahlen wird: Der nächste von ihm gesetzte Meilenstein nach &#8222;The Dark Knight&#8220;, und diesmal ein wesentlich bedeutenderer.</p>
<p><span id="more-375"></span></p>
<p>Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein Meisterdieb. Sein Fachgebiet: die Extraktion. Er dringt in die Träume fremder Menschen ein und stiehlt deren geheimste Gedanken für gut zahlende Auftraggeber. Doch der Versuch, den Industriellen Saito (Ken Watanabe) zu beklauen, schlägt fehlt und bringt Cobb in arge Bedrängnis. Um aus der Sache wieder rauszukommen, soll Cobb für Saito bei dem Konzern-Erben Fisher (Cillian Murphy) eine sogenannte Inception durchführen. Cobb muss Fisher im Traum einen Gedanken einpflanzen, der Saitos Unternehmen bevorteilt. Als Lohn verspricht Saito, dem Dieb die Rückkehr in die USA zu ermöglichen, wo seine Kinder auf ihn warten.</p>
<p>Im Laufe seiner Karriere hat Christopher Nolan gezeigt, dass er sowohl Künstler (vielschichtig und fordernd: &#8222;Memento&#8220;) als auch moderner Geschichtenerzähler und Entertainer im epischen Format (Batman-Franchise, &#8222;Insomnia&#8220;) sein kann und dabei kein bisschen an Ehrlichkeit und Echtheit verliert. In Inception treibt er jetzt beides zugleich auf die Spitze: Wie schon in Memento ist die Geschichte von Cobb und seinem Team, das bis in die letzten Tiefen eines Traumes eindringt (Zuletzt im an Dante Alighieri angelehnten &#8222;Limbus&#8220;, dem Unterbewusstsein, in dem Sekunden zu Jahren werden) in Erzählstufen unterteilt, die sich aber immer wieder überschneiden. Anstatt nur den Schnitt zu verändern hat diese ständige Konzentration fordernde Struktur diesmal aber einen Grund: Das Unterbewusstsein arbeitet schneller als der oberflächliche Verstand, und so wird jeder Traum im Traum wieder ein bisschen &#8222;langsamer&#8220;. Jeder Aspekt des Operieren-im-Unterbewusstsein-Konzepts spielt einem anderen glaubwürdig in die Hände &#8211; und das zeichnet gute Ideen aus. Es wird keine Zeit verschwendet, die Technologie zu erklären, mit der das sogenannte &#8222;Dreamsharing&#8220; möglich ist und die Figur von Ellen Page als &#8222;Praktikantin&#8220; für Cobb wird nicht dafür missbraucht, die Arbeit des Teams im Detail zu ergründen, und Gründe hat Inception auch garnicht nötig &#8211; der mit 160 Millionen Dollar gedrehte Film zeigt meisterlich etwas viel Wesentlicheres als ein Zukunftsdrama oder die Auswirkungen des Einwirkens auf das Unterbewusstsein. Er fragt nach Realität, nach den Möglichkeiten des Verstandes, dem Wesen des Verstandes.</p>
<p>Leonardo DiCaprios Öffentlichkeit als Romantikknabe aus Zeiten von Kassenzerberster &#8222;Titanic&#8220; dürfte spätestens seit seiner Rolle als irischer und wohl schlagfertiger Undercoverpolizist in &#8222;The Departed&#8220; relativiert sein. Aber seine restliche Zusammenarbeit mit Scorsese (Aviator, Gangs of New York, zuletzt Shutter Island) beweist eindeutig: Der Mann hat deutlich mehr Talent als zumindest Anfang des Jahrhunderts zugeschrieben wurde. Und so trägt er auch die Rolle des Dom Cobb mit Würde und genug moralischer Ambivalenz, um nie Unglaubwürdig zu werden. Zwar hilft ihm sein einzigarter, die Stirn in Falten werfender skeptischer Blick wieder über so einige Passagen hinweg, ohne dass er sich neu erfinden muss &#8211; trotzdem funktioniert er prächtig in seiner tragenden Besetzung. Dem zentralen Thema, der Tragödie zwischen Cobb und seiner Frau (gefühlvoll: Marion Cotillard), ihrem Tod und seiner Schuld begegnet er ohne zu Tief im Grabbeltisch des Overactings zu wühlen. Ken Watanabe als ehrgeiziger, aber auch leidenschaftlicher Geschäftsmann bleibt neben Ellen Page angesichts des restlichen Casts noch am ehesten im Gedächtnis. Obenauf zeichnet sich ab, dass Christopher Nolan wohl als einer der wichtigsten Regisseure der nächsten Zeit gelten könnte &#8211; und das nicht nur an der Kasse.</p>
<p>Natürlich wird viel geschossen, es wird viel zertrümmert und in die Luft gejagt, viel mit Ideen gespielt &#8211; aber nicht ohne Sinn und Ursprung, nicht umsonst. Es werden auch ein oder zwei trockene Oneliner geschnalzt und mit Schauplätzen (größtenteils Original) wird nicht gegeizt. Trotzdem ist der Kern &#8211; die Idee &#8211; in jeder Minute des Films spürbar und wenn der denkwürdige letzte Schnitt in die Credits übergeht, hat man sie eingepflanzt bekommen. Inception.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/375/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=375&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Synecdoche, New York</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 10:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Synekdoche: [...] So kann ein Wort durch einen Begriff mit engerer oder weiterer Bedeutung, einen Ober- oder Unterbegriff ersetzt werden. Stellt man sich vor, man würde Charlie Kaufman auf einem Filmfestival begegnen, wie er sich seinen eigenen Autorenfilm Synecdoche, New York ansähe, könnte man unter Umständen folgendes feststellen: Der reale Autor des Films beobachtet den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=369&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p><em>Synekdoche: [...] So kann ein Wort durch einen Begriff mit engerer oder weiterer Bedeutung, einen Ober- oder Unterbegriff ersetzt werden.</em></p>
<p>Stellt man sich vor, man würde Charlie Kaufman auf einem Filmfestival begegnen, wie er sich seinen eigenen Autorenfilm Synecdoche, New York ansähe, könnte man unter Umständen folgendes feststellen: Der reale Autor des Films beobachtet den fiktiven Autor eines Theaterstücks dabei, wie er einem eigens für die Rolle, die er selbst ist, eingestellten Schauspieler Regieanweisungen gibt und wiederum den Schauspieler des Regisseurs des Regisseurs aus der ersten fiktiven Ebene aus dem Kopf von Kaufman beobachtet. Jetzt würde das noch weiter führen, nehme man an Kaufman würde so tun, als gäbe er den Figuren in Synecdoche Regieanweisungen. Mit diesen Erzählebenen hatte schon sein Drehbuch zu &#8222;Adaptation&#8220; (2003) gespielt als wäre es eine Selbstverständlichkeit, so zu erzählen. Und das macht die von Surrealismen und Grotesken gespickten Geschichten von Kaufman auch so anziehend: Sie verstricken sich nie in ihre eigene Komplexität &#8211; lösen zwar wenn notwendig alles in nicht nachvollziehbaren Symbolismus um, wirken aber nie künstlich oder zurechtgelegt.</p>
<p><span id="more-369"></span></p>
<p>Alle gezeigten Merkwürdigkeiten wie das an &#8222;Barton Fink&#8220; erinnernde brennende Haus, das von der naiven Portiersdame Hazel gekauft wird, die winzig kleinen Bilder, die Cadens (brillant: Philip Seymor Hoffman) erste Frau Adele ausstellt oder der langsame Verfall seines Körpers, bis schließlich seine letzte Anweisung lautet: &#8222;Stirb&#8220; &#8211; sie weisen wie der Titel verlangt auf etwas Größeres hin, auf einen seelischen Zustand. Kaufman will nicht etwa nur die Geschichte eines &#8222;rasend schnell alternden Mannes&#8220; erzählen, wie es der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,555056,00.html" target="_blank">Spiegel</a> zum Cannes-Jahr 2008 schreibt. Er stellt in jeder Szene fragen nach der Realität und ihrer Ebenen (Er zeigt seinen Protagonisten, wie er erzählt es gäbe 13 Millionen Menschen, und keiner sei ein Statist &#8211; jeder spiele seine Hauptrolle &#8211; darauf zeigt er ihn, wie er einem Alter Ego Anweisungen gibt, wie er genau diesen Satz in seinem Stück zu sagen hat), nach der Liebe zwischen Caden und seinen parallelen Identitäten und Hazel und ihren parallelen Identitäten, nach der Angst vor dem Tod und dem Wahnsinn, und gibt nur ein einziges mal eine Antwort, als der Schöpfer Caden zuletzt stirbt. Deswegen ist es wohl so schwer, diesen Film als etwas Tieferführendes als ein Verwirrspiel zu sehen. Ihn aber auf eine gewöhnliche Tragikomödie zu reduzieren wäre schlicht falsch. Vielmehr ist Synecdoche, New York ein groteskes Drama (im Drama im Drama). Wenn man nur etwas genauer hinsieht erkennt man außerdem: Caden altert nicht schneller, darauf gibt es nicht mal einen Hinweis (manchmal sind gleichaltrige Charaktere sogar plötzlich älter als er, manchmal ist sogar er selbst älter als er) &#8211; Caden zerfällt nur. Die Szenenfolge ist nunmal auf Jahrzehnte ausgelegt, nicht auf einen Tag. Hätte Herr Beier (Spiegel) den Film etwas konzentrierter verfolgt wäre ihm auch ein sehr treffendes Zitat für seine Rohr-Frei-Metapher aufgefallen (&#8222;Sind sie wirklich überall?&#8220;)</p>
<p>Mit welcher Präzision hier Bilder, deren Kompromisslosigkeit in der Tradition von David Lynch oder Bukowskis Short Stories stehen, aneinandergereiht und doch in ihrer scheinbaren Zusammenhangslosigkeit verworben werden war schon bei &#8222;Adaptation&#8220; oder auch &#8222;Eternal Sunshine of the Spotless Mind&#8220; bewundernswert, wird mit der Regietätigkeit Kaufmans aber diesmal auf die Spitze getrieben. Die Darsteller gehen allesamt in ihrer Rolle auf, keiner von ihnen ist ein Statist, selbst wenn sie nur Abbilder der Protagonisten sind. Hoffman als tragender Charakter zeigt einmal mehr, dass in ihm unendlich mehr steckt als der dauergrinsende Butler aus &#8222;The Big Lebowski&#8220;, nämlich einen der talentiertesten Schauspieler unserer Zeit.</p>
<p>Einer der missverstandensten Filme der letzten Jahre, und als das was er ist taugt er auch zum Missverstehen. Aber das ist das Wesen von grotesker Kunst, ob im Kino oder in der Literatur oder auf der Leinwand&#8230; &#8211; sie muss nicht, will garnicht genau so verstanden werden wie sie geschaffen wurde. Da schreibt die &#8222;Time&#8220; schon treffender: &#8222;No film with an ambition this large and an achievement this impressive, can be anything but exhilarating.&#8220;</p>
<p><strong>(10/10)</strong></p>
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		<title>Zeta Acosta</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 13:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ernsthafte Straßenschlachten waren nicht Oscar&#8217;s Ding, aber in einer Kneipenschlägerei war er die Hölle auf Rädern. Jedwede Kombination aus einem 113 Kilogramm schweren Mexikaner und LSD-25 ist eine potentiell tödliche Gefahr für alles innerhalb ihrer Reichweite &#8211; aber wenn der betreffende Mexikaner in der Tat ein stockwütender Chicano-Anwalt ist, absolut ohne Furcht vor allem, was [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=363&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p>Ernsthafte Straßenschlachten waren nicht Oscar&#8217;s Ding, aber in einer Kneipenschlägerei war er die Hölle auf Rädern. Jedwede Kombination aus einem 113 Kilogramm schweren Mexikaner und LSD-25 ist eine potentiell tödliche Gefahr für alles innerhalb ihrer Reichweite &#8211; aber wenn der betreffende Mexikaner in der Tat ein stockwütender Chicano-Anwalt ist, absolut ohne Furcht vor allem, was auf weniger als drei Beinen geht, und sich in der de facto suizidalen Überzeugung befindet, dass er mit 33 Jahren sterben wird &#8211; so wie Jesus Christus -, dann hat man wirklich ein Problem am Hals. Speziell dann, wenn der Bastard bereits 33 1/2 ist, den Kopf voller Sandoz Acid, eine geladene .357 Magnum am Gürtel, einen axtschwingenden Chicano-Leibwächter stets an seiner Seite und die peinliche Angewohnheit hat, alle 30 oder 40 Minuten gezielte Geysire puren Blutes zu erbrechen, wann immer seine angeschlagene Leber keinen weiteren puren Tequila mehr verträgt.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Hunter S. Thompson, Rolling Stone Magazine 1977</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/363/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=363&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kinokritik: Kick-Ass</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[„Kick-Ass“ ist gleich auf mehrere Arten in seiner Vermarktung selbstreferenziell. Titelgebend ist nicht nur der unbeugsam vom Superheldentreiben beseelte Dave (Aaron Johnson), sondern auch der Arschtritt, den der Film dem Superheldenkino mit seinen nicht ganz so polierten Indiependentstiefeln verpasst. Nicht nur Kick-Ass ist ein aus sich selbst herauswachsender, Bösewichter in die Flucht schlagender Irrer, sondern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=359&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/04/hitgirl.png"><img class="center" title="Hit-Girl" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/04/hitgirl.png?w=450&#038;h=142" alt="" width="450" height="142" /></a></p>
<p>„Kick-Ass“ ist gleich auf mehrere Arten in seiner Vermarktung selbstreferenziell. Titelgebend ist nicht nur der unbeugsam vom Superheldentreiben beseelte Dave (Aaron Johnson), sondern auch der Arschtritt, den der Film dem Superheldenkino mit seinen nicht ganz so polierten Indiependentstiefeln verpasst. Nicht nur Kick-Ass ist ein aus sich selbst herauswachsender, Bösewichter in die Flucht schlagender Irrer, sondern auch der Film selbst begreift sich als Solcher. Matthew Vaughn (Regie) streift durch den Norden von L.A. und tritt ungefragt Türen ein &#8211; nicht zuletzt die des seinerzeit zurecht schlechtbesuchten „The Spirit“, dessen fiktiver dritter Teil in einer Stadtszene die Aushängewand eines Kinos schmückt. Ohne aber mit Plagiaturwitzen dahinzuseiern schafft es „Kick-Ass“ durchaus, länger im Gedächtnis hängen zu bleiben als die Superheldenvertreter aus Hollywood.</p>
<p><span id="more-359"></span></p>
<p><em>Dave Lizewski alias Kick-Ass ist kein herkömmlicher Superheld. Er wurde nicht wie Spiderman von einer genmanipulierten Spinne gebissen. Er befindet sich nicht wie Daredevil auf einem Rachefeldzug, weil seine Eltern von einem Gangsterboss ermordet wurden. Und er kann sich auch keine superteuren High-Tech-Gadgets leisten, wie sie Batman  nutzt, um die bösen Buben in Gotham City dingfest zu machen. Dave ist vielmehr ein stinknormaler Teenager, der sich mitunter ein nicht gerade modisches, froschgrünes Taucheranzug-Kostüm überstreift, um in den dunklen Gassen New Yorks für Recht und Ordnung zu sorgen. In der Regel enden diese Ausflüge damit, dass er eine gehörige Tracht Prügel bezieht oder auch schon mal niedergestochen wird. Als Kick-Ass bei einem seiner Einsätze dem Mafiapaten Frank D’Amico auf die Füße tritt, ist allerdings Schluss mit lustig. Ein Glück für Dave, dass er nicht der einzige Superheld in der Stadt ist und ihm der rachsüchtige Ex-Cop Damon Macready sowie dessen elfjährige, zur perfekten Killermaschine ausgebildete Tochter Mindy alias Hit-Girl mit ihrem gewaltigen Waffenarsenal hilfreich zur Seite springen.</em></p>
<p>Nun ist es aber ein grundlegendes Problem von „Kick-Ass“, dass er zwar in vielen Erzählschritten &#8211; wie die Geschichte des Vater-Tochter-Gespanns Damon (Nicolas Cage) und Mindy Macready (Wieder genial: Chloe Moretz) voll und ganz das Potential eines konsequenten schwarzhumorigen Neuzeitreißers zeigt, aber (im direkten Zusammenspiel notwendigerweise lächerlichen) Klischees nicht wirklich aus dem Weg geht. Die später völlig im Sumpf des Selbstzwecks verlaufende obligatorische Romanze mit Schulschönheit Katie kennt keinen Sinn in der sonst sehr schnittig am Grade der ernsthaften Bösartigkeit und augenzwinkernder Lässigkeit entlangpendelnden Geschichte. Ebenso steht die Coming-of-Age Struktur von Daves Wandlung vom leblosen Studenten zum provokanten Myspaceheld auf recht tönernen Füßen, nicht nur weil Internet in Filmen immer Probleme bereitet, die sich nicht vermeiden lassen. Seine ständigen Versuche, den New Yorker Bürgern zu helfen und dafür die richtige Ausdauer zu haben, werden zwar ausführlich porträtiert, aber haben zu wenig Humor und sind zu leblos, um nicht in die Länge zu gehen. Allerdings ist bei alledem der Grundentwurf „Schüler bestellt aus Überdruss ein knallgrüngelbes Nylonkostüm im Internet, beginnt Verbrechensbekämpfung mit zwei Eskrimastöcken bewaffnet und wird von Nicolas Cage im Batmananzug und Magnumgewehr gerettet, nachdem er in Fixerstube aufräumen will. Außerdem: Elfjährige mit doppelseiter Lanze läuft Amok.“ zu irrwitzig gut, als dass die mainstreamness überhand gewinnen könnte. Wenn dann Kickass in seinem Taucheranzug und Raketenrucksack über der Großstadt daherschwebt und mit zwei Miniguns auf dem Rücken Glaswände durchballert findet Klischee und Reißerei eine verrückte Verschränkung und findet seine endgültige Form.</p>
<p>Aaron Johnson („Herr der Diebe“) steht nicht nur ganz oben im Telefonbuch, er bestimmt auch den Darstellerreigen. Wenn er die Wanderung zwischen Nerdklischee und tatkräftigem Möchtegernhelden nicht passabel schaffen würde, ginge die Rechnung von „Kick-Ass“ nicht auf. Christopher Mintz-Plasse („Superbad“)  bekommt leider nur eine Art ausgedehnten Cameo-Auftritt als zwielichtig-gerissener Sohn des antagonistischen Mafiabosses, der sich kaum an Fogell aus Superbad orientiert. Eine größere Netzzeitschrift schrieb kürzlich: „Needs more Fogell“ und hat damit nur recht. Allerdings kann man Vaughn auch hoch anrechnen, dass er weder die selbstironische Berühmtheit eines Mintz-Plasses noch das Startum von Nicolas Cage ausnutzt (was vielleicht der Grund ist, warum der Film bis jetzt keine Rekordzahlen geschrieben hat). Die absolute Attraktion unter der Besetzung ist aber Chloe Moretz, die schon in „(500) Days of Summer“ eine ähnliche, frühweise Rolle gespielt hat. Wo Haley Joel Osment („Sixth Sense“) ein Genie ist, darf sich Moretz mindestens als Virtuosin bezeichnen. Als Jungdarstellerin zeigt sie mehr Schauspielgabe als beinahe die gesamten restlichen Darsteller. Zwar kann sie die wahnsinnige Präsenz eines Nick Cage (wie schon zuletzt in „Bad Lieutenant“ steril-wahnsinnig) nicht überblenden, bleibt aber mit ihren irren metzelakrobatischen Einlagen deutlich am besten im Gedächtnis. Die Höhepunkte seiner stilistischen Größenwahnsinnigkeit erreicht der Film immer nur, wenn „Hit-Girl“ Gliedmaßen abtrennen und trockene Oneliner zum besten Geben darf. In einer denkwürdigen Szene betritt sie das Hauptquartier der Mafiavereinigung, als Schulmädchen verkleidet, beteuert sie hätte ihre Eltern verloren und ballert schließlich die Türsteher nieder, wozu tatsächlich der Soundtrack zu „Für eine Handvoll Dollar mehr“ läuft. Man könnte also auch gerne sagen: „Needs more Hit-Girl“.</p>
<p>„Kick-Ass“ ist für mich ein nicht konsequent genug aufgezogenes Miniepos, mit Schwächen in der eigenen Entscheidungskraft, aber kongenialen Momentaufnahmen und Zusammensetzungen. Lohnenswert ist er sicher für jeden Freund von schwarzem und vorallem durchgedrehten Humor, Viele wird er aber auch wohl aufgrund seines verschenkten Potentials enttäuschen.</p>
<p><strong>(7 / 10)</strong></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sneakerpimps.wordpress.com/2010/04/25/kinokritik-kick-ass/"><img src="http://img.youtube.com/vi/T0042p82lmg/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/359/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/359/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=359&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kurz die Fantasieoscars 2010</title>
		<link>http://sneakerpimps.wordpress.com/2010/03/09/kurz-die-fantasieoscars-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehflackern]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es die strammen goldenen Männer, in einer isolierten Welt der fiktiven Kunstindustrie aufgewachsen, selten wirklich in die Hände derjenigen schaffen, die es wirklich verdient hätten, ist geläufig. Die diesjährigen Academy Awards waren nach den langweiligen, vorauszusehenden Nominierungen mit dem klaren und durchaus starken Gewinner The Hurt Locker und anderen Verleihungen in den großen Kategorien [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=342&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/03/oscar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-344" title="oscar" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/03/oscar.jpg?w=113&#038;h=300" alt="" width="113" height="300" /></a>Dass es die strammen goldenen Männer, in einer isolierten Welt der fiktiven Kunstindustrie aufgewachsen, selten wirklich in die Hände derjenigen schaffen, die es wirklich verdient hätten, ist geläufig. Die diesjährigen Academy Awards waren nach den langweiligen, vorauszusehenden Nominierungen mit dem klaren und durchaus starken Gewinner <em>The Hurt Locker</em> und anderen Verleihungen in den großen Kategorien nicht ganz ungerecht. Natürlich haben es aber auch sublimitätenlose Knallereien wie <em>Avatar </em>zu Gewinnen gebracht.<br />
Hier also nach dem Filmjahr 2009 in meinem Ermessen die Ferse auf die Oscartube der wichtigsten Kategorien (frei von Nominierung, US-Produktionen, mit Ausland als gezwungenermaßen bilingualer Blog).</p>
<p><span id="more-342"></span></p>
<p><strong>Best Picture.</strong> Oscargewinner: <em>Tödliches Kommando &#8211; The Hurt Locker</em> (Kathryn Bigelow)<br />
US 2009: <em>Bad Lieutenant &#8211; Port of Call New Orleans</em> (Werner Herzog)<br />
2009: <em>Das weisse Band</em> (Michael Haneke)</p>
<p><strong>Best Director.</strong> Oscargewinner: <em>Kathryn Bigelow</em> (The Hurt Locker)<br />
US 2009: <em>Werner Herzog</em> (Bad Lieutenant)<br />
2009: <em>Werner Herzog</em> (Bad Lieutenant)</p>
<p><strong>Best Actor in a Leading Role.</strong> Oscargewinner: <em>Jeff Bridges</em> (Crazy Heart)<br />
US 2009: <em>Jeff Bridges</em> (Crazy Heart)<br />
2009: <em>Willem Dafoe</em> (Antichrist)</p>
<p><strong>Best Actress in a Leading Role.</strong> Oscargewinner: <em>Sandra Bullock</em> (The Blind Slide)<br />
US 2009: <em>Zooey Deschanel</em> ((500) Days of Summer)<br />
2009: <em>Charlotte Gainsbourg</em> (Antichrist)</p>
<p><strong>Best Actor in a Supporting Role.</strong> Oscargewinner: <em>Christoph Waltz</em> (Inglourious Basterds)<br />
Nichts hinzuzufügen</p>
<p><strong>Best Actress in a Supporting Role.</strong> Oscargewinner: <em>Mo&#8217;Nique</em> (Precious)<br />
US 2009: <em>Mo&#8217;Nique</em> (Precious)<br />
2009:<em> Susanne Lothar</em> (Das weisse Band)</p>
<p><strong>Best Original Screenplay.</strong> Oscargewinner: <em>Tödliches Kommando &#8211; The Hurt Locker</em> (Kathryn Bigelow)<br />
US 2009: <em>Inglourious Basterds</em> (Quentin Tarantino)<br />
2009: <em>Antichrist</em> (Lars von Trier)<br />
<strong><br />
Best Animated Feature. </strong>Oscargewinner: <em>Up</em> (Pixar)<br />
US 2009: <em>Coraline</em> (Henry Selick)<br />
2009: <em>Coraline</em> (Henry Selick)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sneakerpimps.wordpress.com/342/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sneakerpimps.wordpress.com/342/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=342&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">oscar</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Boxoffice im Frühjahr 2010</title>
		<link>http://sneakerpimps.wordpress.com/2010/02/27/boxoffice-im-fruhjahr-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 14:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Dominiert von Regisseuren und tragenden Hauptdarstellern, die schon entscheidend besser gearbeitet haben: Diverse Winterbuster. Update: 08.03. Alice in Wonderland 10.03. Up in the Air 14.03. The Ghostwriter 18.03. From Paris with Love 31.03. Gesetz der Straße &#8211; Brooklyn&#8217;s Finest Alice in Wonderland: Tim Burton schraubt &#8211; scheinbar angesichts der Produktionsgröße und des Drucks der universalen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=335&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/kino20101.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-337" title="kino2010" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/kino20101.png?w=450&#038;h=102" alt="" width="450" height="102" /></a></p>
<p>Dominiert von Regisseuren und tragenden Hauptdarstellern, die schon entscheidend besser gearbeitet haben: Diverse Winterbuster.<br />
<em><br />
Update: 08.03. Alice in Wonderland </em><br />
<em>10.03. Up in the Air</em><br />
<em>14.03. The Ghostwriter</em><br />
<em>18.03. From Paris with Love</em><br />
<em>31.03. Gesetz der Straße &#8211; Brooklyn&#8217;s Finest</em></p>
<p><span id="more-335"></span></p>
<p><em>Alice in Wonderland:</em> Tim Burton schraubt &#8211; scheinbar angesichts der Produktionsgröße und des Drucks der universalen Zugänglichkeit &#8211; hier unerwartet ordentlich an Skurrilitäten zurück. In einem <em>Nightmare before Christmas</em> war deutlich mehr an Fantasie und mehr von der berühmten Exzentrik zu sehen als in diesem eigentlich noch fantastischeren, für Träumereien wie gemachten Stoff von J. Caroll. Hier gilt wie auch schon bei <em>Disney&#8217;s Christmas Carrol</em> &#8211; was im Zeichentrick noch wunderbar funktionierte (Alice in Wonderland, Disney 1951), verkommt in 3D zum aufbrausenden, durchaus nicht herzlosen, aber einfach weniger magisch erzählten Effektreigen. Die Grinsekatze war damals noch wirklich mystisch, kaum mehr Freund als Feind &#8211; jetzt wird sie zwar in der &#8216;Hohen Kunst des Verdampfens&#8217; geschmeidig animiert, büßt aber wie auch beinahe alle anderen Charaktere gewaltig an Charme ein. Am Ein- und Ausstieg aus dem Wunderland scheint Burton sich schwer zu heben, was den Erzählfluss angeht. Auch Johnny Depp als wahnsinniger Hutmacher kann leider die Figurenwelt nicht wirklich beleben, ebenso bleibt die geniale Helena Bonham-Carter aufgrund ihrer Rolle etwas schwach. Mia Wasikowska spielt ihre Alice solide und nachvollziehbar, hat aber nicht gerade die Gewalt, den Hauptpart irgendwie facettenreich zu spielen. Nicht das, was Burton + Alice im Wunderland hätte werden können. (6/10)</p>
<p><em>Bad Lieutenant &#8211; Port of Call New Orleans: </em>Werner Herzog wird nicht umsonst zu einem der besten deutschen Regisseure überhaupt gezählt &#8211; seine Arbeit ist schon immer gut beobachtet, in sich stimmig und ungemein athmosphärisch gewesen. Nachdem er früher sehr viel mit Klaus Kinski arbeitete, wählt er für sein Remake des 90er-Jahre Kriminaldramas Bad Lieutenant (Abel Ferrara) Nicolas Cage als Mittelpunkt dieses verruchten Stücks. Unterschiedlicher könnten die beiden Schauspieler kaum sein, könnte man meinen (Cage der hochgewachsene Amerikaner, der vorallem in neurotischen, gemeinen Rollen brilliert &#8211; Adaptation &#8211; und Kinski als deutscher, hochtalentierter cholerischer Teufel) &#8211; allerdings scheint Herzog es verstanden zu haben, Cage ebenso anzustacheln wie Kinski damals. Ihr Spiel bleibt aber unvergleichbar, weil Cage seiner Linie treu bleibt und den korrupten Polizisten Terence McDonagh zwar hart und unausstehlich, aber auch mit viel Selbsthass und ein wenig Einsichtigkeit spielt. Eva Mendes kann dem nicht ganz nachfolgen, spielt ihre beherrschte Rolle aber solide. Herzog scheut kein Stück vor Anstößigkeiten zurück und zeigt den Drogenkonsum, das bis zum letzten verruchte Verhalten des New Orleaner Polizisten in gehaltenen Bildern und unterlegt die ein klein wenig laue Geschichte mit hochinteressanten Kafkaesken und kongenialen halluzinatorischen Szenen (Seine Seele tanzt noch!). Sehr gutes Charakter- und Dramakino &#8211; aber nicht ganz &#8222;Aguirre&#8220; oder &#8222;Fitzcarraldo&#8220;, weil einfach nicht so monumental. (9/10)</p>
<p><em>Book of Eli:</em> Grundsolider Endzeitwestern von den Hughes-Brüdern. In messerscharfen Panoramabildern &#8211; die erfreulicherweise nie in einen unnötigen Pathos abdriften &#8211; erzählen die beiden hier von einem letzten Kreuzritter in einer an die Fallout-Reihe oder an Mad Max erinnernden Wüstenwelt. Das nicht kleine Gewicht des Klischees trägt Denzel Washington als Eli mühelos, zusammen mit dem wunderbaren Gary Oldman in der Rolle des Bösewichtes Carnegie (nicht seine Leistungen aus True Romance oder Léon, aber stark) spielt er glaubhaft die Geschichte herunter. Gut porträtiert mit einem genialen Score von Atticus Ross, aber wegen der fehlenden Tiefe an allen Enden leider lange nicht mehr als ein typischer Winterblockbuster. (7/10)</p>
<p><em><br />
From Paris with Love:</em> Travolta als kahlköpfiger, palistinensertuchtragender Großstadtberserker Wax klingt eigentlich nach einer recht schnittigen, weil grotesken Idee &#8211; verebbt hier aber in Konsequenzlosigkeit. Stellenweise völlig aus dem (sich aber einen logischen Anstrich gebenden) Zusammenhang gerissene Szenenfolgen vermiesen schon zuanfangs den althergeholten Good-Cop-Bad-Cop-Plot. Die Identifikationsfigur, ein Botschafterassistent und werdegern Agent wird sehr schnell zu Wax&#8217; Sidekick degradiert. Nachdem Pierre Morel (Regie, Idee) die Bedrohung, die sich zuerst aus hanebüchernen chinesischen Kokainhändlern mit ganzen Stockwerken voller Schnee zusammensetzt noch auf fanatische Terroristen ausweitet, entkommt ihm die Geschichte entgültig wie ein Stück Seife &#8211; und das im schlechtesten Sinne. Manche wirklich gerissenen, trockenen Oneliner (&#8222;Wie viele sind von denen noch übrig?&#8220; &#8211; &#8222;Nach der letzten Volkszählung? Eine Milliarde!&#8220;) gehen leider in der Flut an Unzulänglichkeiten unter. Jonathan Meyers als Agentenfrischling wird komplett von dem entfesselten, selbstkarikierenden John Travolta überdeckt und kann nach einem Drittel kaum mehr irgendwas zum Film beitragen. Zum Schluss müssen sogar noch klischeehafte Buddy-Movie Momente herhalten. Eine sich leider viel zu ernst nehmende Nonsense-Geschichte mit ein paar coolen Anspielungen (&#8222;Das nennt man in Paris einen Royal mit Käse.&#8220; &#8211; Pulp Fiction) und rasanten Schusspartien. (4/10)</p>
<p><em>Gesetz der Straße &#8211; Brooklyn&#8217;s Finest:</em> Antoine Fuqua, der schon bei Training Day Regie führte, verfilmt hier ein realeres, wenn auch weniger frisches Drehbuch von Michael C. Martin. Zunächst scheint er das Erfolgsrezept noch einmal abspielen zu wollen &#8211; ein eingesessener Polizistenveteran nimmt einen Rookie auf, und ist gezwungen ihn in das rauhe Leben der Straße einzuführen. Brooklyn&#8217;s Finest aber weiteit sich zu einem Episodenfilm aus, der erst zuende sein echtes Drama findet. Das Kopftrio Ethan Hawke als impulsiver, korrupter Familienvater, Richard Gere als einsamen, suizidgefährdeten Trinker und Don Cheadle als Undercoveragent Tango, aus deren Perspektiven Brooklyn recht akribisch durchleuchtet wird, nehmen sich nichts, übertrumpfen einander aber auch nicht. Leider leuchtet die Kamera selbst dann manchmal doch etwas zu genau auf Drogen und Mündungsfeuer &#8211; was in Training Day noch in so großen Lettern geschrieben wurde, dass es nach Minuten zum Filmgeschehen gehören musste, wird hier immer wieder von Stimmen der Vernunft (oder der Hoffnung auf diese) durchbrochen und so inkompitabel weil genötigt kontrastiert. Trotz der guten Miene zum bösen Spiel ist es noch großes Erzählkino, das Fuqua zeigt und die drei Polizisten durch Brooklyns mit Detailliebe gezeigten Straßen schickt &#8211; übrigens neben dem aus den B-Movie-Sümpfen entstiegenen Wesley Snipes als Dealer Caz. Gern gesehenes Actiondrama, das an Stellen von Schwächen in der Charakterzeichnung seine Schraube noch fester dreht, zwar ohne einen besonderen Stil zu entwickeln, aber mit erzählerischer Brillanz von der ersten Minute an. (8/10)</p>
<p><em>Shutter Island:</em> Scorsese lieferte schon bedeutend Besseres ab, wenn man mal an Like a raging bull oder auch an den neueren Departed denkt &#8211; verliert hier also einiges an Brillanz &#8211; zeigt aber immernoch einen großen Unterhaltungsfilm. DiCaprio (allzu oft als Titanicschönling verschmäht und damit meilenweit unterschätzt) spielt seinen US-Marshall mit aus den vergangenen Zusammenarbeiten mit Scorsese bekannter Präzision. Sein typischer skeptischer, analysierender Blick wirkt hier Wunder und lässt zu, dass er den düsteren Film alleine tragen kann. Mark Ruffalo bleibt neben ihm als Einziger erwähnenswert, spielt aber auch nur um DiCaprio herum. Durchgehendes foreshadowing lässt leider nicht zu, dass das doppelbödige Ende besondere Wirkung zeigt, und viele Szenen werden schlicht von der aufdringlichen Symbolik erdrückt (die ständigen Flashbacks tun ihr übrigens, um den Erzählfluss zu stören). Überraschend klassische Kriminalgeschichte, die aber Einiges zu viel aufträgt, anstatt sich rar zu machen. (7/10)</p>
<p><em>The Ghostwriter:</em> Lupenrein inszenierter und porträtierter Film von Altmeister Polanski. Ewan McGregors Rolle als Ghostwriter für den britischen Ex-Premierminister Adam Lang (Pierce Brosnan), für den offensichtlich Tony Blair Pate gestanden hat, steht ihm maßgeschneidert gut. Auch Brosnan kann in seinen wenigen Szenen als sportfanatischer Mann der Tat und der Presse in legeren Ausdrücken erstaunen und das charismatische Übel sein, das er zuletzt seinem Bond einverleibte. Olivia Williams als seine undurchschaubare Frau, die schließlich ein enges Verhältnis zum Ghostwriter ihres Mannes aufbaut, setzt dem Ensemble die Schauspielerische Krone auf. Wie für Polanski üblich ist der teilweise in Deutschland (Sylt) abgedrehte Film in großartigen Bildern dargestellt und in einen ganz eigenen Erzählfluss verpackt. Er versucht sich nicht an dem überschnellen Schnitt der heutigen Zeit hochzuziehen oder ausufernd Kameraeinstellungen zu halten, sondern zeigt offensichtlich alles so, wie er es für richtig hält. Im Schlussakt aber lässt er sich etwas mitreißen und überbordet leicht, nachdem er mit der verdoppelten Einstiegsszene eine so gelungene Rundung im letzten Drittel erreicht. Einige Unzulänglichkeiten schleichen sich aber auch im Rest ein, allen voran die scheinbare Unentschlossenheit, ob jetzt der Spannungsbogen konkret verschnürt (so Politthriller) oder nur zugezogen werden soll (so Politdrama). (8/10)</p>
<p><em>The Lovely Bones:</em> Warum Jackson über zehn Jahre nach dem genialen Heavenly Creatures bei einem sehr verwandten Thema so daneben greift, kann man sicher weder Produzenten noch Cast zuschreiben; möglicherweise der Vorlage; aber was er hier an farblosen Karikaturen aufbietet (Pädophiler George Harvey vorne dran, auch wenn Tucci hier solide spielt ein inszenatorischer Graus, auch das Sixth-Sense Mädchen als Selbstzweck ohne jede Einbindung in den müde erzählten Plot) ist eine Gemeinheit, wenn man bedenkt wie fein beobachtet Heavenly Creatures damals war. Einzig die Szenen “In meinem Himmel” lassen in ihrer Monumentalität an dessen Schnittigkeit erinnern. (2/10)</p>
<p><em>Up in the Air</em>: Die Reitman-Brüder wissen noch, wie man erzählt. Selten wurde in letzter Zeit so vorbehaltslos und gleichzeitig präzise an eine (im Grunde einfache) Geschichte herangegangen. Die zugrunde liegende Idee des Dauerfliegers, der letzten Endes für seine Skrupellosigkeit bezahlt wird &#8211; eine Gleichgesinnte kennen lernt (und das alleine hätte die exzellent ausgebreitete Erzählung tragen können) und mit ihr durch verschiedene Probleme steuert und fliegt ist erfrischend originell, Clooneys Charakter einer der sich als immerlächelnder Flugprofi mit einer beinahe nihilistischen everything-over-substance Philosophie eigentlich schwer in einen so genau strukturierten Plot einfügen sollte &#8211; aber genau das ist die Konsequenz, die diesen Film so greifbar und gut macht. Die Handlung wird dem Charakter untergeordnet &#8211; Ryans Routine lässt sich ebenso beobachten wie seine Fehltritte und all das wirkt sich streng auf die Umgebung aus, die trotz ihrer doch recht kühlen Charaktere und der ständiggleichen Flugzeug- und Hotelzimmeransichten nie farblos wirkt. Clooney spielt gewohnt charmant in einer für ihn geschaffenen Rolle zwischen den vielen eingespielten Luftaufnahmen und seine beiden weiblichen Mitspielerinnen fügen sich flexibel in sein Konzept ein, schaffen es auch auf ihre Art desöfteren zu brillieren. Anna Kendrick als Natalie bleibt etwas zurück, kann aber schon aufgrund der massiven Ausstrahlung von Vera Farmiga kaum auftrumpfen. Sehr gekonnter, lupenrein Erzählter Film mit wenigen kurzen Durchhängern und einem konsequenten Ende. (9/10)</p>
<p><em>Wolfman:</em> Die beiden erstklassigen Hauptdarsteller dieses Filmes bessern das substanzlose Bild dieser &#8222;Bram Strokers Dracula&#8220;-Ähnlichen Verfilmung nur wenig auf. Sowohl Benicio del Toro als auch der immer erhabene Sir Anthony Hopkins (der hier hin und wieder seinen Lecter aufblitzen lässt) wehren sich sichtlich gegen das hanebücherne Drehbuch, können aber in ihren Rollen nicht viel erreichen. Der Plot hat inszenatorische Schwächen an vielen Stellen und einige Dialoge können an Fantasy-Banalität kaum übertroffen werden. Kaum auch nur als Unterhaltungsfilm toll. (3/10)</p>
<p><em>Zeiten ändern dich (Deutschland):</em> Dümmlicher, im Selbstzweck der Pseudobiografie versinkender Werbefilm. (1/10)</p>
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		<title>16mm-Dystopie</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 22:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehflackern]]></category>

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		<description><![CDATA[2008 taucht im Museo del Cine, Buenos Aires eine Sechzehn-Millimeter Kopie von Fritz Langs expressiven Klassikers &#8222;Metropolis&#8220; (Deutschland, 1927) auf. Die jetzt restaurierte Fassung dieser Kopie war seit 80 Jahren nicht mehr zu sehen. Im Rahmen des Berlinaleprogramms zeigt ARTE morgen, am 11. Februar um 20.45 eine Liveübertragung der geplanten Vorführung in Berlin. Nicht nur [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=328&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/metropolis051.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-330" title="Fritz Langs &quot;Metropolis&quot;" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/metropolis051.jpg?w=450&#038;h=91" alt="" width="450" height="91" /></a></p>
<p>2008 taucht im Museo del Cine, Buenos Aires eine Sechzehn-Millimeter Kopie von Fritz Langs expressiven Klassikers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolis_(1927)" target="_blank">&#8222;Metropolis&#8220;</a> (Deutschland, 1927) auf. Die jetzt restaurierte Fassung dieser Kopie war seit 80 Jahren nicht mehr zu sehen. Im Rahmen des Berlinaleprogramms zeigt ARTE morgen, am 11. Februar um 20.45 eine Liveübertragung der geplanten Vorführung in Berlin.</p>
<p>Nicht nur historisch, sondern auch filmisch Grund genug, den Freitag Abend in die Samstag Nacht zu verschieben.</p>
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		<title>Das asiatische Rachekino</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 20:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>skrjabin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Abseits der westlichen, stark expandierenden Filmindustrie hat sich unter anderem das fernöstliche Kino eine gewisse Ursprünglichkeit, eine Struktur bewahrt. Die poetischen Bilder eines Takeshi Kitanos, Miikes oder Wook Parks sind Unikate, die sich so nur eben dort finden lassen. Und sie beschäftigt das selbe, in der Kultur sehr tief verwurzelte Thema: Die Rache. In dieser [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sneakerpimps.wordpress.com&amp;blog=672550&amp;post=319&amp;subd=sneakerpimps&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/hana-bi_011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-321" title="Takeshi Kitano in &quot;Hana-Bi&quot;" src="http://sneakerpimps.files.wordpress.com/2010/02/hana-bi_011.jpg?w=450&#038;h=140" alt="" width="450" height="140" /></a></p>
<p>Abseits der westlichen, stark expandierenden Filmindustrie hat sich unter anderem das fernöstliche Kino eine gewisse Ursprünglichkeit, eine Struktur bewahrt. Die poetischen Bilder eines Takeshi Kitanos, Miikes oder Wook Parks sind Unikate, die sich so nur eben dort finden lassen. Und sie beschäftigt das selbe, in der Kultur sehr tief verwurzelte Thema: Die Rache. In dieser Welt finden sich einige sehr empfehlenswerte Filme.</p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p><em>Sympathy for Mr. Vengeance: </em>Der Auftakt von Chan-wook Parks hochkarätig aufgeladener Rachetrilogie und ein brillant porträtiertes Stück Film. Der taubstumme Ryu (Ha-kyun Shin) ist Organhändlern auf der Spur, um seine Schwester zu retten und geht dabei durch Blut, Einsamkeit und Dissonanzen. Lang gehaltene Einstellungen und das distanzierte Spiel der starken Darsteller mischen sich unter kalte Bilder. Die Konsequenz des Filmes fragt nicht danach, was Rache ist, sondern nach der Isolation und dem Verhältnis vom Selbst zum Äußeren. Höchst eindringlich, wenn auch nicht mit der inszenatorischen Finesse der folgenden Filme.  (Korea)</p>
<p><em>Oldboy</em>: Oh Dae Su (genial: Min-Sik Choi) wird scheinbar grundlos fünfzehn Jahre in einem Privatgefängnis festgehalten, und denkt nach seiner Freilassung nur noch an den Peiniger, den er all die Zeit durch einen eisernen Türschlitz sehen konnte. Gequält durch das Warum verschwendet er keine Zeit, wieder ein normales Leben führen zu wollen, er schwört blutige Rache. Sein mit zarten Violinenklängen kontrastierter Feldzug mit dem Hammer wird von Park mit kafkaesken Surrealismen unterlegt und ebenfalls von viel Blut begleitet, das aber nie zum &#8222;heroic bloodshed&#8220; des neuen Hollywood-John Woos verkommt. Auch Dae Sus Gegenspieler Woo-Jin Lee (Ji-Tae Yu) zeigt sehr starkes, aalglattes und diabolisches Spiel und offenbart schließlich das doppelbödige, intelligente Ende.  (Korea)</p>
<p><em>Lady Vengeance</em>: Das Ende der Parkschen Rachetrilogie und der vielleicht tiefste Film der drei. Eine Junge Frau wird aus dem Gefängnis entlassen. Für die ihr gut gesonnen Menschen hat sie nurnoch Kälte und Abweisung übrig. Sie soll einen kleinen Jungen ermordet haben. Die anziehende Yeong-ae Lee spielt die Rolle der Geum-Ja mit unglaublicher Gesichtervielfalt. Mal sieht sie aus wie ein unschuldiges Mädchen, mal wie eine kantige, bösartige Frau. Ruhiger als seine beiden Vorgänger lässt sich (Sympathy for) Lady Vengeance sehr viel Zeit für poetische, einzelfarbenlastige Bilder und für die Gesichter seiner Charaktere. Die Rache der Geum-Ja an Mr. Baek ist schlussendlich fürchterlich, aber selbst zum Ende lässt sie sich von ihrem kühlen Verstand leiten, und der Zuschauer trägt ein großes Bild dieser schwere Bürde tragenden Frau mit aus dem Film. (Korea)</p>
<p><em>Bittersweet Life:</em> Der Rausschmeißer Sun-Woo soll während des Urlaubs seines Bosses Mr. Kang auf dessen Freundin aufpassen. Er verbringt Zeit in ihrem Schatten und schließlich mit ihr, lernt sie dabei zu mögen. Als er sie bei einem Seitensprung erwischt kann er nicht wie von Mr. Kang erwartet abdrücken, sondern gewährt den Beiden das Leben und zieht somit den Zorn seines Vorgesetzten auf sich. Er wird beinahe zu Tode gefoltert. Der jugendlich und glatt dargestellte, aber glaubwürdig abgebrüht dargestellte Sun-Woo schlägt und schießt sich fortan zu seinem Racheakt. Das sentimentale Ende nimmt nicht die volle Konsequenz der erbarmungslos dargestellten Gewalt mit, kann aber nichts an der Bildgewalt ändern, die Regisseur Ji-woon Kim eigen ist und sich mit präziser, lyrischer Präsenz durch den ganzen Film zieht. Nicht nur Byung-hun Lee als Sun-Woo ist eine ausgezeichnete Besetzung, das Ensemble spielt mit sichtlichem Engagement in der Noir-Welt der japanischen Großstadt. (Japan)</p>
<p><em>Art of Revenge: </em>Der Auftragsmörder Soo trifft nach neunzehn Jahren seinen Zwillingsbruder Tae-Jin wieder, der bei ihrem Wiedersehen erschossen wird. Soo gibt sich von da an als sein Bruder aus, der Polizist ist und will seine Mörder stellen. Was wie ein recht konstruiertes Gefüge klingt, hätte ein meisterlicher Film werden können, würde er nicht so plagiatsnahe am Hongkonger Wookino liegen, und es innerhalb dieses Zitats noch schaffen, über die eigenen Füße zu stolpern. Die stille Melancholie und Kaltschnäutzigkeit, die den John Woo-Filmen eigen ist, wird hier nicht mal in dem Konflikt zwischen Soo und der Ehefrau seines Bruder, der große Möglichkeiten zeigt, erreicht &#8211; hat trotzdem großen Schau- und Sehenswert.  (Korea)</p>
<p><em>Hana-bi: </em>Der sowohl ruhige als auch impulsive Hana-bi (Übersetzt: Feuerblume; Mündungsfeuer) von Multitalent Takeshi Kitano zeigt in einem ungeschönten, einfachen Japan der Neunziger die Geschichte eines schweigsamen Polizisten. Nishi wird von Kitano selbst gespielt und sagt den ganzen Film über kaum ein Wort. Sein Freund und Kollege Tanaka wird im Dienst von Yakuza angeschossen, die Nishi jahrelang beschattete und landet im Rollstuhl. Daraufhin geht der stumme Polizist ein Geschäft mit den Yakuza ein, will eine Bank ausrauben, Geld beschaffen um Tanaka eine Ausrüstung zum Malen kaufen zu können und um näher an die Männer ranzukommen, um sich an ihnen zu rächen. Seine Rache ist gesetzlos, kompromisslos. Die stillen Bilder des schonungslos, aber schön porträtierten Filmes werden in einer gewissen Pulsfrequenz von Gewalt durchbrochen. Nishis Sonnenbrille. Schüsse. Malerei. Mit seinem tragischen, in seiner Einfachheit fulminanten Ende wird dieser Film zum Meisterwerk. (Japan)</p>
<p><em>The Killer:</em> Hongkong der 80er Jahre. Chow Yun-Fat und John Woo in seiner Abschiedshymne vom Hongkongkino kurz vor seinem Gang zur Traumfrabrik. Der namensgebende Killer verletzt bei einem Auftrag eine Barsängerin, nimmt ihr mit einem Schuss das Augenlicht. Mit einem letzten großen Auftrag will er das Geld bekommen, um ihre Operation zu bezahlen. Halbstündige Kampfopern brachten diesem &#8211; Woos vielleicht bestem &#8211; Film massenhaft Kritik ein, sind aber ein Fest für den Connaisseur des chinesischen, tiefen Actionfilms. (China)</p>
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