
Oder: Eine sehr kurze Abendgeschichte, warum nie alle Menschen glücklich sein können.
Dass wir nicht biblischerweise vollkommen sind, ist uns allen bewusst. Das ist einer der Gründe, warum wir uns Hilfsmittel aufgebaut haben. Religion, Spritualität und Organisationsstrukturen wie Staat, Behörde, Gesetz – Politik. Die Zeit, in dem die Gewalt unter Geistlichkeit und weltlichen Herrschern aufgespalten wurde, ist vorbei und die direkte Gewalt der Kirche ist weg, aber die Grundprobleme sind nicht nur in der westlichen Welt erhalten geblieben.
Die sind ganz einfacher, aber ebenso unlösbarer Natur: Der (moderne) Mensch kann sich, erstens, nicht gleichordnen. Kommunismus ist, bedingt durch Ego- und Kapitalismus zu immer schlimmerem Grundscheitern verurteilt. Er kann sich, zweitens, nicht beherrschen. Diktatur und Totalitarismus tragen das selbe Kreuz der Machtgier. Und drittens kann er sich nicht einigen. Eine absolute Demokratie, wie sie die reinste Staatsform wäre, ist Aufgrund seiner Vielfalt und Größenordnung unmöglich.
Also benutzt er auch hier Hilfsmittel und erschafft sich eine scheinbare, plebiszitäre Demokratie. Diese nähert sich dem quasi „allumfassend Menschengerechten“ Punkt an, erreicht ihn aber nie.
Folglich haben wir zwei Möglichkeiten, unsere Situation zu verbessern. Entweder wir versuchen, diesen Nullpunkt so beinahe wie möglich zu erreichen, oder wir führen eine radikale Änderung durch.
Aber das führt uns zur wichtigsten Krux an der Politik: Der Mensch will sich nicht ändern.