Archiv für die Kategorie ‘Nachtleben’

Zweitausendneun

Januar 1, 2009

nitroglycerin-2d-skeletal

Funktionalität steht Vorne dran

Dezember 9, 2007

3,14
- Zigaretten: 4,00€
- Essen im American Diner: 4,10€
- Kaffee: 2,00€
- Pauschalbier im Stammlokal: 2,80€
- Rolle Alufolie beim REWE: 1,30€
- Sixer Pils: 4,25€
- Eintritt zum Regionalkonzert: 5,00€
- Zweite Schachtel Kippen: 4,00€
- Geldbeutel aufmachen und dabei umgeworfen werden: 1,50€
- Durstbier: 2,80€
- Dorfner Geld leihen: 5,00€
- Zum Konzert mit Wikingerhelm aus Alufolie erscheinen: FUNKTIONAL

Stockholm-Syndrom und Drogen

November 12, 2007

Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert. Es kann sogar darin münden, dass Täter und Opfer sich ineinander verlieben oder kooperieren.

Jeden Freitag Abend ist jemand in sein Bier verliebt. Er weiß genau, das es nicht gut für ihn ist, aber er liebt es trotzdem. Er läuft die Bar ab, plärrt „noch’nhellesbitte!“ und blickt in das verärgerte Gesicht des Kellners. „Krischte keens mehr, du hassoch eh schon nen Rausch inna Fotzn!“, wenn er noch altruistisch gestimmt ist oder nicht riskieren will, dass sich ein Kasten Paulaner auf seinem Dielenboden entlädt. Dem Säufer ist speiübel und wenn er an Alkohol denkt glaubt er sein Kopf platzt. Aber aus irgend einem völlig realitätsfremden Grund bestellt er weiter. Eigentlich hat er ja Lust auf noch ein Bier.

Gewissermaßen ja ein Phänomen. Und ich denke gerade dieses Phänomen macht einen Rausch bzw. jede Art von legalen oder illegalen Drogen aus der dritten Perspektive erst interessant. Am Anfang gehts dir gut, dann besser und anschließend gehts steil bergab. Warum überschreitet man diese Grenze immer und immerwieder? Weil man zu doof ist seine Grenzen zu kennen oder zu beeinflusst? Ich glaube irgendwo ist da ein masochistisch motivierter Kick.
Und erst der macht das „Fear and Loathing“-Prinzip positiv statt negativ. Man genießt etwas, das einen zerstört. Stockholm-Syndrom.