Was sagt uns die Wahrscheinlichkeit? Alles ist wahrscheinlich. Dementsprechend ist aber auch alles unwahrscheinlich, nachdem es unendlich viele Möglichkeiten von Ereignissen gibt. Das bedeutet wir, das heißt die Menschen, können alles berechnen, ohne auch nur ein sinnvolles Ergebnis zu erhalten. Natürlich haben wir Muster. Ein Apfel fällt auf den Kopf des Physikers. Er fällt, weil Äpfel das so an sich haben. Der Apfel, gerade das einzige aufregende Erlebnis seines Daseins durchlaufend, fällt und trifft anschließend einen fürchterlich ungünstigen Nerv auf der Schädeldecke des Physikers. Dieser taumelt, bricht über seiner neuen Ausgabe der „Principia“ zusammen und liegt fortan den Rest seines Lebens im Koma aufgrund eines Hirntraumas. Zugegeben, das ist durchaus unwahrscheinlich, aber möglich. Auch der Zufall ist nicht immer gerecht, obwohl er im großen und ganzen wohl das Gerechteste der Welt ist. Schließlich dürften nach der ziemlich langen Zeit, in der schon Etwas existiert, ziemlich viele Zufälle passiert sein. So viele, dass der Durchschnitt aller Ereignisse weder gut noch schlecht gewesen sein kann. Da hätten wir zum Beispiel den wahrscheinlich größten Zufall in der Geschichte der Existenz: Die Entstehung des Universums. Materie taucht aus dem Nichts auf. Es sei mal dahingestellt, ob nun eine Explosion, ein Mann mit grauem Rauschebart oder ein fliegendes Nudelmonster die Ursache war. Jedenfalls ist es ein ziemlicher Zufall, dass gerade das einzig existierende – oder eben nichtexistierende Ding überhaupt auf die Idee kam, mal eben Alles zu erschaffen. Denn ich stelle es mir nicht gerade rosig vor, für alle Ewigkeiten von irgendwelchen Galaxien und anderen quirligen Objekten umgeben zu sein. Noch viel weniger Sinn macht es wohl, im Sein auch noch Leben zu erschaffen. Leben, das nichts vom Sein begreift und sich, wenn es dazu fähig ist wie im Falle der Menschen, mit der Frage herumschlagen muss, warum denn überhaupt etwas existiert. Doch trotz dieser Unsinnigkeit und entgegen aller Wahrscheinlichkeiten ist es passiert. Schließlich, nachdem das Leben sich aus irgend einem Grund entschloß, sich fortzupflanzen und nicht ganz vier Milliarden Jahre später auf dem Planeten Erde die erste Generation Homo Sapiens zu bilden, fing das Dilemma wahrscheinlich an. Gerade hüpften wir noch von Baum zu Baum, schon entdecken wir beinahe jeden Fleck der Erde, erfinden tausende von Mittel um unser Leben zu verlängern und hocken den lieben langen Tag in Hörsälen oder auf Baustellen um es auszukosten. Nebenbei rotten wir hunderttausende Tierarten aus, streiten uns darüber Was man tun darf und Was nicht und bekriegen uns anschließend. Eigentlich eine aufregendes Leben für eine so junge Spezies. Wir scheinen zumindest hier auf der Erde die wohl erfolgreichste Art von Lebewesen zu sein. Und trotz dieses erheblichen Erfolgs und all der Mühen gelingt es uns nicht, das Wetter korrekt vorherzusagen oder zu bestimmen, warum der Physiker sich genau unter diesen Baum setzt. Der Zufall ist am Ende möglicherweise das unergründlichste Wunder der Welt. So gesehen ist es durchaus ein Wunder, dass wir nicht alle ans Schicksal glauben.
Archiv für April 2008
Neue Ode an Gottes Würfelei
April 25, 2008Die neuen Leiden des jungen Wärters
April 10, 2008
Oder: Torgedanken. Autobiografisches Gedankenmaterial.
Ganz schön warm Heute eigentlich. Zumindest daran gemessen.. Ach, das Spiel. Da kommen sie alle hergelaufen. Und auch der Mann mit dem Ball… Wow, der Typ hat mindestens Machgeschwindigkeit. Ist das nicht irgendwie Abseits? Scheiße. Und da laufen sie auch schon wieder weg. Was hab ich heute eigentlich alles gegessen? Nicht viel, könnte meine Kondition erklären. Ich bin schon ganz außer Puste. Vom ganzen Stehen. Aber Hinsetzen ist so spielverderberisch. Irgendwie eine Zwickmühle. Woher kommt eigentlich das Wort? Zwickmühle… Das macht garkeinen Sinn. Gut, wenn man zwei Mühlen nebeneinander Baut und sich einquetschen lässt zwickts vielleicht schon. Aber wer macht denn sowas? Ob Goethe und Schiller wohl jemals die Länge ihrer Genitalien verglichen haben? Oh nein. Die lebende Rakete wieder. Bumm. Ob das wohl gerade sehr verkrüppelt ausgesehen hat? Naja, drin ist er immerhin mal nicht. Schon ein komisches Spiel eigentlich, Fussball. Irgendwie faszinierend, dass man trotz dieser einfachen Regeln nicht tricksen kann. Ich meine… Es müsste doch eine sicherere Möglichkeit geben, den Ball ins Tor zu kriegen als den Gegner auszuspielen und zu schießen. Naja, darum sollte ich ja froh sein. Ich glaube sobald es tragbare Partikelbeschleuniger gibt, hat der Fußballsport ein Problem. Das ist ein bisschen wie mit Birnen. Seit es Äpfel gibt, will keine Sau mehr Birnen essen. Scheiß die Wand an, wo kam der denn her?! Jaja, ich weiß, ich konzentrier mich doch. Arschlöcher. Wann ist denn dieses verdammte Spiel endlich vorbei, ihr Götter des Schulsports? Der Gott des Schulsports ist sicher ein Nazirentner. Keine Ahnung warum, ist halt so. Halt ein sportlicher Naziopa. Gibts sicher auch, bei der Fülle an Rentnern mit überdimensionalem Aggressionspotential. Der war beim Wunder vom Bern Torwart. Und er besteht komplett aus Stahl und ist genmanipuliert. Am Todesnaziopa kann keiner vorbeischießen. Das Wunder von CERN, Haha. Schön Grünes Gras eigentlich. Ich mag Frühling.
Kann sich der keine Pfeife leisten? Oh, Mist. ich glaube wir haben verloren.